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Krankenstand

KRANKENSTAND
1. Meldung und Vorlage

Meldung:
Der/Die Landeslehrer/in hat den Grund seiner/ihrer Abwesenheit unverzüglich zu melden.
Vorlage einer ärztlichen Bestätigung:
Bei Dienstverhinderung infolge Krankheit von länger als drei Arbeitstagen oder auf Verlangen der Dienstbehörde.
Entfall der Bezüge: GG § 13/3 Z.2
Bei eigenmächtigem, unentschuldigtem Fernbleiben von mehr als drei Tagen.

2. Dauer und Folgen: GehG § 13c
    Krankenstand – Änderung des Abschlags    
    für pragmatische  Lehrer/innen
§ 13c GehG
Abs. 1 beinhaltet eine Erhöhung der Fortzahlung von 66,6% auf 80% sowie eine Vollziehungsvereinfachung (Fallfrist 182 Kalendertage).
Abs. 4 
Dem Beamten werden somit 80% seines bisherigen Gesamteinkommens, also den Monatsbezug einschließlich der entfallenen Nebengebühren, Vergütungen, Abgeltungen usw. weiterbezahlt. 
In Abs. 3 ist geregelt, dass der Monatsbezug die Höchstgrenze der Bezugsfortzahlung ist. Beträgt der Monatsbezug weniger als (oder exakt) 80% des Gesamteinkommens, kommt es zu keiner Kürzung nach 
§ 13c, das bedeutet, dem Beamten gebührt weiterhin der volle Monatsbezug.

(1) Ist der Beamte durch Unfall (ausgenommen Dienstunfall) oder durch Krankheit für die Dauer von mehr als 182 Kalendertagen an der Dienstleistung verhindert, gebührt dem Beamten der Monatsbezug in der Höhe von 80 % des Ausmaßes, das dem Beamten ohne diese Dienstverhinderung gebührt hätte. Die Kinderzulage ist von einer solchen Kürzung ausgenommen.
(2) Tritt innerhalb von sechs Monaten nach Wiedereintritt des Dienstes nach einer Dienstverhinderung abermals eine Dienstverhinderung durch Krankheit oder infolge desselben Unfalles ein, gilt sie als Fortsetzung der früheren Dienstverhinderung.

Zusammenrechnungsvorschrift

       Beispiele für die Berechnung der 182 Tage bzw. der sechs Monate

 

von bis Tage  
1.10.
25.3.
176 Dienstverhinderung – 
KEINE Gehaltskürzung
26.3.
Gesund
6 Monate = 6×30 = 180 Tage
26.3.
26.9.
Zusammenrechnungszeitraum (Sechsmonatsfrist)
28.9.
5.10. 
8
Neuerliche Dienstverhinderung
6.10.
Gesund
6.10.
Beginn eines neuen Zusammenrechnungszeitraumes

Beispiel ohne Kürzung des Entgelts

von
bis
Tage
1.10.
15.10.
15
1. Dienstverhinderung
16.10. Gesund
16.10.
16.4.
Zusammenrechnungszeitraum (6 Monate)
26.11.
6.1.
42
2. Dienstverhinderung
7.1.
Gesund
7.2.
28.2.
22
3. Dienstverhinderung
1.3.
Gesund
9.3.
11.4.
33
4. Dienstverhinderung
12.4.
Gesund
16.4.
Ende des Zusammenrechnungszeitraumes
112
Krankenstandstage insgesamt
Keine Gehaltskürzung, da die Krankenstände insgesamt weniger als 182 Tage betragen

 

Beispiel mit Kürzung des Entgelts

von bis Tage
1.10.
15.10.
15
1.Dienstverhinderung
16.10.
Gesund
16.10.
16.4.
Zusammenrechnungszeitraum(Sechsmonatsfrist)
26.11.
6.1.
42
2.Dienstverhinderung
7.1.
Gesund
7.2.
28.2.
22
3.Dienstverhinderung
1.3.
Gesund
9.3.
11.7.
125
4.Dienstverhinderung
12.7.
Gesund
204
Krankenstandstage insgesamt
16.4.
Zwar Ende des Zusammenrechnungszeitraumes, aber da der Krankenstand noch andauert, wird dieser dazugezählt
Der Gehalt wird für 22 Tage auf  80% vom Monatsbezug (der vor dem Krankenstand bezogen wurde) gekürzt, da die Krankenstände mehr als 182 Tage betrugen.

Eine Gesundmeldung während der Hauptferien ist möglich!

Vertragslehrer IL

Meldung:
der/die Vertragslehrer/in hat den Grund seiner/ihrer Abwesenheit unverzüglich zu melden.

Vorlage einer ärztlichen Bestätigung:
Bei Dienstverhinderung infolge Krankheit von länger als drei Arbeitstagen oder auf Verlangen des Vorgesetzten.

Entfall der Bezüge: GehG § 13/3 Z. 2
Bei eigenmächtigem unentschuldigtem Fernbleiben von mehr als drei Tagen. 

Dauer des
Dienstverhätnisses 
Dauer des
Krankenstandes
Ansprüche § 24 VBG
mindestens 14 Tage bis 42 Kalendertage
weitere 42 Kalendertage
darüber
volles Gehalt + Kinderzulage
halbes Gehalt + Kinderzulage
Einstellung der Bezüge
mindestens 5 Jahre bis 91 Kalendertage
weitere 91 Kalendertage
darüber
volles Gehalt + Kinderzulage
halbes Gehalt + Kinderzulage
Einstellung der Bezüge
mindestens 10 Jahre bis 182 Kalendertage
weitere 182 Kalendertage
darüber
volles Gehalt + Kinderzulage
halbes Gehalt + Kinderzulage

Nach Kürzung des Monatsgehalts ist bei der Gebietskrankenkasse oder BVA das Krankengeld zu beanspruchen. Dieses wird mit der Arbeitsentgeltbestätitgung bei der Gebietskrankenkasse oder BVA geltend gemacht. Das Krankengeld ist kein Lohnersatz, sondern ein Zuschuss, der nach dem Bruttoverdienst des vergangenen Monats bemessen wird. Die Gewährung des Krankengelds erfolgt auf die Dauer von maximal 52 Wochen (bei längerer Krankheit => Pensionsantrag befristet => AMS).
Eine weitere Dienstverhinderung durch Krankheit oder infolge des selben Unfalls innerhalb von sechs Monaten nach Wiederantritt des Dienstes gilt als Fortsetzung der früheren Dienstverhinderung. Eine Dienstverhinderung in der Dauer eines Jahres bewirkt die Beendigung des Dienstverhältnisses (Ausnahme: vorherige Vereinbarung über Fortsetzung des Dienstverhältnisses).
Vertragslehrer IIL

Dauer des 
Dienstverhätnisses 
Dauer des
Krankenstandes
Ansprüche § 24 VBG
mindestens 14 Tage bis 42 Kalendertage
weitere 42 Kalendertage
darüber
volles Gehalt + Kinderzulage
halbes Gehalt + Kinderzulage
Einstellung der Bezüge

Im Falle der Bezugskürzung ist die Gewährung des Krankengelds in derselben Form wie bei den IL Vertragslehrern zu beanspruchen. Die Leistungen des Dienstgebers werden im Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses (Ablauf des Vertrages) eingestellt.

3. Fiktiver Dienstantritt 

Dieser ist nach Dienstverhinderung durch Krankheit möglich, wenn der tatsächliche Dienstantritt erst am ersten Schultag nach unterrichtsfreien Tagen oder Feiertagen möglich ist, die Dienstfähigkeit aber schon zu einem früheren Zeitpunkt gegeben war (unterrichtsfreier Tag oder Feiertag). Der/Die Lehrer/in kann das Datum der Beendigung der Dienstverhinderung (schriftlich) erklären, wenn keine ärztlich Bestätigung vorgelegt werden muss.
Der/Die Schulleiter/in hat dann die Meldung über die Beendigung der Dienstverhinderung mit dem Tag des fiktiven Dienstantrittes zu erstatten. 

Zusammrechnung siehe unter V – Vertragslehrer

Die letzte Änderung erfolgte mit 1.1.2008.